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Alt 05.03.2005, 09:54   #21
Anny
weiser Stammuser
 
Registriert seit: 13.10.2004
Ort: Bremen
Beiträge: 930
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Das finde ich irgendwie nicht gut..........

Aber was ich mich frage: Einige User haben sich über meine Erzählung von vorhin aufgeregt (Frau mit Schutzhund Dustin). Es sei verantwortungslos seinen Hund vorzuführen und zu demonstrieren, was er beim Schutzdienst lernt.
Das finde ich seltsam, denn VPG ist doch ein normaler Hundesport und die Tiere werden dort nicht scharf gemacht oder aggressiv. Also ist es doch kein Problem, wenn man seinen Bekannten mal vorführt, was der Hund kann. Vorrausgesetzt man hat den Hund 100% unter Kontrolle und so war es bei Dustin und seinem Frauchen auch. Wenn man Agility mit seinem Hund betreibt, zeigt man doch auch mal, was sein Hund so alles kann und es ist auch nur ein normaler Sport. Also kein Unterschied. Wieso ist es also verantwortugslos VPG vorzuführen?

Damit sich nicht wieder alle aufregen: Dies ist nur eine Frage von jemandem, der sich mit VPG oder Schutzhundeausbildung oder wie auch immer nicht so gut auskennt, trotzdem aber etwas wissen möchte.
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Alt 12.03.2005, 08:58   #22
BehindWolfEyes
Stammuser
 
Registriert seit: 12.09.2004
Beiträge: 116
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Hallo zusammen

Was mich angeht.

Ich lehne jeglichen "Sport" ab, indem meinem Hund mit einem Gegenstand auf den Rücken geschlagen wird um irgendwelche blödsinnigen Punkte zu holen, mit denen ich mir den Ar*** abwischen kann !

Ich war letztens bei einer Prüfung der VPG. Ich war unvoreingenommen und neugierig. Was ich da gesehen habe, hat für mich nichts mit Sport oder Spass zu tun.

Auf der einen Seite heisst es, die "Energie" des Hundes soll in sichere Bahnen gelenkt werden.
Wie ich aber jetzt schon in einigen Foren von Schutzhundesportlern las,ist Etlichen ihr Hund zu LAHM. Man spricht von Motivieren oder alamieren.Wie geht er noch schneller ? Wie beißt er noch härter ? "Hilfe, er lässt immer wieder los .. "
Wieso muss man einen Hund (der doch so Spass an diesem "Sport" hat) erst so aufpuschen und HETZEN, das er was macht , wenn man seine vielerwähnte ENERGIE, doch sogar schon umlenken muss ? Das widerspricht sich doch.
Die Viecher haben doch kaum aus eigenem Willen Bock dazu Menschen anzuspringen.

Eine Trainerin erzählte mir von einem Fall, indem ein ausgebildeter Schutzhund ein Kind schwer verletzte.
Das Nachbarskind ( glaube 6 - 7 ) spielte mit dem Hund in der Anwesenheit des Hundeführers und der Mutter des Kindes im Garten. Sie tobten hin und her. Der Hund stürmte übermütig auf das Kind zu und das Kind hob aus reflex den Arm nach oben, quer vor´s Gesicht. Der Hund sprang ihr direkt in den Arm und lies, wie er es gelernt hatte, nicht los bis der Hundeführer reagierte und das Kommando schrie.

Das ist nicht erfunden.


Erst kürzlich bekam ich einen Fall mit, bei dem es um einen Schäferhund ging. Die Familie erwarb ihn von einem Züchter. Der Hund kostete 1500 Euro und hatte Papiere. Er hatte knapp die nötigen Prüfungen geschaft.
Das wusste die unbedarfte Familie jedoch nicht. Der Hund erwies sich als schwierig , als nervös bis aggressiv.

Recherchen haben ergeben, das gute Hunde mit Prüfungen eigentlich viel mehr kosten als 1500 Euro. Weiter erwies sich, das Schäferhunde die auf dem Platz Probleme machen ( nichtmehr ablassen usw ) gerne als Ausschussware an Unwissende verhökert werden. So bekommen also völlig unwissende Menschen, solche Hunde in die Hand ?!! Pfui.

Was ich denke ?

Nur mal angenommen. Ich schnappe mir einen unbedarften Menschen. Bilde diesen lange Zeit und sorgfältig zum Dieb aus. Ich bringe ihm restlos ALLES bei was er wissen muss um richtig gut zu klauen. ER wird perfekt. Der Meister ! Ich lobe ihn dafür immer wieder weil er so toll stielt dass ihn nie einer erwischen würde ! Er besteht jede Prüfung.

Und ganz am Schluss ,wenn er Alles kann, nach dieser langen Zeit sag ich : " Ach übrigens, klauen ..... ist verboten "

Ob er sich dran hält ? Hmmm....


Aber ein Hund (ein Tier) soll´s wissen ....




Schönen Tag noch
__________________
“ Vielleicht stände es besser um die Welt, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen.”
BehindWolfEyes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.03.2005, 05:37   #23
Rottweiler-Dobi-Frau
Stammuser
 
Registriert seit: 23.12.2004
Ort: Einfach Fragen :-)
Beiträge: 128
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tja ... so hat jeder seine Meinung.... und all die Dinge die Du gerade aufgezählt hast... findet man auch bei Hunde die nicht ausgebildet wurden..das sie auf Kinder usw. los gehen...

ich finde diesen SPORT weiterhin gut.... egal welche Meinung jemand hat... genauso werde ich niemanden meine Meinung aufzwingen oder sonst was....

Manche finden es gut manche schlecht... jedem das seine
__________________
Mit freundlichen Grüßen

Sabrina mit Shannon und Jerry

Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, können uns weniger über sie sagen als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat.
Rottweiler-Dobi-Frau ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.03.2005, 19:52   #24
Rottifan
Administrator
weiser Stammuser
 
Registriert seit: 23.10.2004
Ort: NRW
Beiträge: 1.002
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Möchte nur ganz klein laut sagen! Auch die alternativen Erziehungsmethoden sind eigentlich überlegenswert!

Aber zur Schutzhundeausbildung habe ich ja auch schon mal was gesagt! Oder?
Wir für uns haben gesagt, wir wollen das nicht! (das ist unsere Meinung und da stimme ich zu!!!! Jeeder hat seine eigene Meinung!) Aber bitte nicht so!!!

Liebe Grüße Rottifan
__________________
SoKas-Freunde
Rottifan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2007, 13:57   #25
Trixie02
User
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: 27755 Delmenhorst
Alter: 52
Beiträge: 10
Standard Schutzdienst

Der Schutzdienst ist mittlerweile mit so vielen Vorurteilen behaftet, dass man ihn eigentlich umbenennen müsste. Denn der Hund lernt dabei nicht wirklich schützen. Verantwortungsvoll durchgeführte "Schutz"ausbildung macht den Hund nicht zum Bodyguard. Richtiger wären eigentlich Bezeichnungen wie "Triebförderung" oder "Sicherheitsdienst" ;-) Durch diese Arbeit will man einen ausgeglichenen, gehorsamen und ausgelasteten Hund erreichen, der es nicht nötig hat, sich Ersatzbefriedigungen durch evtl. Aggressivität selbst zu beschaffen.
Schutzdienst Schutzhund
Der sogenannte Schutzdienst ist wohl der am meisten verkannte Teil innerhalb des Vielseitigkeitssports. Zu viele Menschen glauben immer noch, dass der Hundesport dazu führt, "gefährliche" und "scharfe" Hunde zu erziehen. Zugegebenermaßen wurden noch bis vor 10 oder 20 Jahren in dieser Sportart sehr viele Dinge anders angepackt als heute. In den Anfängen dieser Sportart fehlte das fundierte Wissen über das Lebewesen Hund sowie der Einblick in die Kynologie ganz allgemein. Schutzdienst nach "alter Schule" war Krieg und der Helfer war der Feind des Hundes. Diesen Schutzdienst "überlebten" nur diejenigen Hunde, die tatsächlich ein großes Maß an Aggressivität mitbrachten, alle anderen "taugten" einfach nichts und verschwanden irgendwo in der Versenkung.
Schutzdienst Schutzhund
Heute dagegen hat sich hierin vieles grundlegend geändert. Das Wissen um den Partner Hund ist größer geworden als jemals zuvor. Heute werden die Hunde in guten Hundesportvereinen unter Ausnutzung der angeborenen Triebe ausgebildet. Der (angst-)aggressive, bissige Hund von früher wird auf Hundesportplätzen nicht gern gesehen, dafür wird der wesensfeste und ausgeglichene Gebrauchshund gefordert, der jederzeit in der Hand seines Besitzers steht und seine Aufgaben freudig und als echtes Team mit seinem Menschen ausführt.
Schutzdienst Schutzhund
Der Hovawart hat eine mehr oder weniger ausgeprägte angeborene Selbstsicherheit, die er später weiter entwickelt und festigt. Ein selbstsicherer Hund, der keine Angst hat, wird nicht zubeißen, er hat es gewissermaßen gar nicht nötig. Allein seine Ausstrahlung, seine Körpersprache, genügt. Deshalb versucht man im Schutzdienst, die Hunde in ihrer inneren Sicherheit zu stärken, indem man sie im Kampf um die Beute gewinnen lässt. Der gestärkte Hund lernt aber auch zu verlieren, wenn ihm die Beute zwischendurch weggenommen wird.
Schutzdienst Schutzhund
Ein auf diese Weise sorgfältig ausgebildeter Hovawart wird sich in jeder auf ihn zukommenden Situation angemessen verhalten, im Gegensatz zu einem unausgebildeten und eventuell sogar noch nervenschwachen Hund, der in seinem Verhalten weit weniger sicher einzuschätzen ist. Wenn im Schutzhundeaufbau richtig gearbeitet wird, ergibt das für den Hovawart einen schönen Sport gemeinsam mit seinem Menschen, bei dem er seine angeborenen Triebe kontrolliert ausleben darf. Und darum geht es eigentlich. Der Vielseitigkeitssport ist für diese Hunde eine Möglichkeit, ihre überschüssige Energie und ihren Tatendrang gezielt umzusetzen. Die Hunde werden im Schutzhund-Sport nicht böse gemacht, sondern der Hund lernt, mit seinen ausgeprägten Trieben umzugehen. Der Hund lernt, seine Triebe zu beherrschen und die Selbstkontrolle zu behalten, wodurch sich seine Reizschwelle für unkontrollierte Aggression erhöht - er wird sicherer. Im alltäglichen Leben sind diese Hunde genauso friedlich oder sogar eher weit ausgeglichener als so mancher unterforderte und unausgelastete Sofa-und-sonst-nix. Und so sieht man immer wieder völlig überraschte Gesichter, wenn man Schutzhund-Gegner darüber aufklärt, was für ein vermeintliches "Monster" sie gerade streicheln ;-)
Schutzdienst Schutzhund
Resultat einer verantwortungsvoll durchgeführten Ausbildung im Schutzdienst ist kein Rambo auf vier Beinen, sondern ein selbstbewußter, stressresistenter, ausgelasteter Hund, der trotz einer hohen Reizlage im Gehorsam seines Hundeführers steht.
Schutzdienst Schutzhund
Ich möchte aber auch alle VPGler vor allzu leichtfertigem Wunschdenken warnen: es genügt nicht, auf dem Hundeplatz eine perfekte VPG-Prüfung hinzulegen, wenn man sich nicht auch im "richtigen" Leben durchsetzt. Hunde lernen situationsbezogen. Und auch VPG-Hunde müssen lernen, in allen Situationen zu gehorchen. Die wahre Erziehung geschieht nicht auf dem Hundeplatz sondern in der rauhen Wirklichkeit des Alltags! Das gilt für alle Ausbildungen - egal ob jagdliche Ausbildung, Agility, Obedience oder Vielseitigkeitssport.

http://www.hovawart-info.de/schutzhund.htm
__________________
Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen."
Trixie02 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2012, 07:22   #26
Hans
bin neu hier
 
Registriert seit: 07.10.2012
Beiträge: 1
Daumen hoch Schutzdienst im Rahmen der IPO

Ich war viele Jahre Prüfer für Rettungshunde, habe also Hunde beim THW, ASB, bei der JUH, den Maltesern usw. geprüft. Es war deutlich zu erkennen, welche Hunde im Schutzdienst ausgebildet waren. Diese zeigten sich selbstbewusst, triebig, sicher in der Anzeige und sauber am Opfer. In meine eigene RH-Gruppe habe ich gerne RH-Teams aufgenommen, die neben der Rettungshundearbeit auch auf dem Hundeplatz gearbeitet haben.
Das Vorurteil gegenüber im Schutzdienst ausgebildeten Hunden hat sich leider bei einigen Rettungshunde-Organisationen gezeigt, die für ihre Arbeit keine Schutzhunde aufnehmen.
Gruß
Hans
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